Hallo, ich bin Anna

Meine Leidenschaft für Pferde begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Durch wöchentlichen Reitunterricht, verschiedene Reitbeteiligungen und meine zweijährige Zeit bei einem Pferdehändler lernte ich viele unterschiedliche Pferde kennen und konnte wertvolle (positive und negative) Erfahrungen sammeln, u.a. in der Jungpferdearbeit. Dabei wuchs in mir immer mehr der Wunsch, die Zusammenhänge und Hintergründe gesunder Pferdeausbildung in der Tiefe zu verstehen.

 

Mein Trainingsaufenthalt bei OsteoDressage im Jahr 2021 hat mich auf meinem Weg besonders geprägt und weckte den Wunsch, dort irgendwann die Trainerausbildung zu machen. Kurz danach kam mein damals dreijähriger, roher Wallach Aron zu mir. Mit ihm fand ich zur klassischen Reitkunst und lernte, wie wertvoll reelle, individuelle und gymnastizierende Ausbildung mit feinen Hilfen sein kann.

 

Aus meiner eigenen Begeisterung und dem Wunsch, mein Wissen weiterzugeben, entstand meine Trainertätigkeit. Heute begleite ich nebenberuflich Kinder, Erwachsene und Pferde in ihrer Ausbildung.

 

Seit Mai 2025 absolviere ich die Trainerausbildung zum Delightful Riding Coach bei OsteoDressage, die ich im November 2026 abschließen werde.

 

In meiner Arbeit steht für mich die gesundheitsfördernde, wissenschaftlich fundierte und individuell auf Pferd und Mensch abgestimmte Ausbildung im Mittelpunkt. Ich möchte mit konkreten Übungen Zusammenhänge verständlich machen und das richtige Bewegungsgefühl zielgerichtet vermitteln. 

 

Motivation & Philosophie

Meine Motivation ist es, die Reiterwelt jeden Tag ein kleines bisschen zu verbessern. Für mich bedeutet das, Menschen einen Weg zu zeigen, wie durch unsere Hilfengebung ein leiser, partnerschaftlicher Bewegungsdialog zwischen Mensch und Pferd entstehen kann. 

 

Jedes Pferd und jeder Mensch hat eine eigene Persönlichkeit, verschiedene Ziele und Vorlieben. Ich gehe auf die individuellen Wünsche, Voraussetzungen und Fähigkeiten ein und richte meinen Unterricht und Beritt an den Zielen meiner Kunden aus. Viele disziplinspezifische Schwierigkeiten lassen sich mit Basisarbeit lösen, wenn man Sitz und Hilfengebung verbessert, unabhängig davon ob deine persönlichen Ziele in der klassischen Dressur, entspannten Geländeritten, Springen, Working Equitation oder in einem ganz anderen Bereich liegen. 

Fühlen lernen

Nur wenn unsere Hilfengebung für Pferde konsequent, fein und verständlich ist, kann ein vertrauensvolles Miteinander im gemeinsamen Training entstehen. Das ist die Basis, durch die gesundes, reelles Pferdetraining erst möglich wird. Im ersten Schritt dürfen wir lernen, zu sehen und fühlen, was unser Pferd gerade braucht und wie wir unseren Körper dazu bewusst einsetzen können. 

Um das richtige Bewegungsgefühl zu vermitteln, gebe ich meinen Kunden zielgerichtet in entscheidenden Momenten innere Bilder, konkrete theoretische Erklärungen und Feedback an die Hand. Umfassende Theorie anlesen kann sich heutzutage jeder, deshalb lege ich großen Wert auf praktische und individuelle Begleitung. Dabei frage ich mich stets: Welche Erklärung und welche Übung bringt diesem Pferd-Mensch-Paar genau jetzt einen Fortschritt auf dem Weg zum persönlichen Ziel und verhilft beiden zu einem guten Gefühl? Dabei möchte ich, dass Reiter und Pferd verstehen, was warum wie sinnvoll ist. Kunden sollen nicht einfach blind meinen Anweisungen folgen, sondern auch im selbstständigen Training das richtige Handwerkszeug anwenden können.

Zwanglosigkeit & Losgelassenheit

Zwanglosigkeit und Losgelassenheit sind für mich wichtige Säulen im Pferdetraining. Ich achte auf die Losgelassenheitszeichen aus dem wissenschaftlich fundiertem Ethogram von Sue Dyson und weise meine Kunden im Unterricht darauf hin, sodass meine Schüler lernen, selbst zu merken, ob ein Pferd zwanglos und losgelassen ist oder ob es evtl. übermäßig Stress- und Schmerzzeichen zeigt, wo man auf Ursachensuche gehen und ggf. sogar tierärztlichen Rat einholen sollte.   

 

Ich achte auf geeignetes und passendes Equipment und nutze keine Hilfszügel, denn ich bin überzeugt, dass diese nicht nötig sind, wenn man systematisch am korrekten Sitz und an einer feinen Hilfengebung arbeitet und ins Fühlen kommt. 

 

Ich unterstütze euch durch angepasste, gezielt ausgewählte Aufgabenstellungen und Sitzübungen, sodass das Pferd mehr und mehr zu Zwanglosigkeit und Losgelassenheit finden kann. Dazu fördern wir die Reaktion auf leise, unsichtbare Hilfen, sodass eine gute Anlehnung mit feinem Zügelkontakt entsteht.  

 

Gesundheitsfördernd & Vielseitig

Mir ist bewusst, das Pferde nicht dafür gemacht sind, Reiter auf ihrem Rücken zu tragen. Nicht allen Pferden macht Reiten Spaß, doch sehr viele Pferde werden gerne geritten, wenn wir es schaffen, unseren Pferden beim Reiten ein gutes Bewegungsgefühl zu geben. Es ist dabei unsere Verantwortung, unser Pferd so zu trainieren, dass es uns gesund und mit Freude tragen kann. 

 

Vielseitiges Training ist mir dabei wichtig. Nicht nur Menschen, sondern auch Pferde haben Spaß an Abwechslung. Verschiedene Trainingsformen bringen unterschiedliche gesundheitsfördernde Trainingsreize mit sich, immer unter Berücksichtigung individueller körperlicher Voraussetzungen und Wünsche. 

 

Zu meinem täglichen Training zählen neben klassischer Dressur auch Ausritte, Koordinationstraining am Boden, Longieren am Kappzaum, Stangen- und Cavalettiarbeit, Zirzensik und Freiarbeit. Dabei habe ich immer einen groben Trainingsplan im Kopf, um alle körperlichen und geistigen Strukturen kontinuierlich zu fördern, sodass regelmäßig Trainingsreize gesetzt werden, die das Pferd gesünder, stärker und fitter machen, ohne es zu überfordern. Das reduziert die Verletzungsanfälligkeit und fördert Vertrauen, Freude und Abwechslung im Alltag.

 

Respekt & Konsequenz 

Pferde brauchen Konsequenz und Führung. Regeln sollten logisch aufgebaut sein und konsequent durchgesetzt werden, getreu dem Motto "höflich, aber hartnäckig". So können sich Pferde auf uns verlassen und selbst zu zuverlässigen Partnern werden. Eine gute Beziehung zum Pferd für mich dabei essentiell. 

 

Beim Reiten arbeite ich nach dem Prinzip der aufeinander aufbauenden Hilfen. Dabei bekommt das Pferd immer die Chance, auf die feinstmögliche Hilfe zu reagieren: Zuerst der Gedanke, dann die Gewichtshilfe. Erfolgt keine Reaktion, folgen Schenkel- und in letzter Instanz Zügelhilfen. Sobald das Pferd wie gewünscht reagiert, werden sofort alle Hilfen ausgesetzt. So werden Pferde immer feiner. 

Es ist für mich kein Widerspruch, konsequent die richtige Reaktion auf meine Hilfen zu erwarten, ambitioniert zu reiten und gleichzeitig pferdefreundlich zu agieren. In anstrengenden Situationen möchte ich Pferden zeigen: "Ich habe dich verstanden, aber bitte mach es trotzdem kurz für mich, danach machen wir Pause."  

 

Respekt ist mir nicht nur in der Pferd-Mensch-Beziehung wichtig, sondern auch zwischenmenschlich. Ich unterrichte wertschätzend, reagiere zeitnah auf Nachrichten und halte mich an Absprachen. Ich lege Wert darauf, dass auch Kunden sich entsprechend verhalten. 

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